Zur Homepage von Sonja und Karlheinz


28.07.2014
Heute kommen wir in El Volcan an und unser erster Weg ist zu El Escudero. Ich setzte mich ins Fahrzeug, drücke den Startknopf und nach ein paar Sekunden brummt der Motor. Ich fahre vom Standplatz auf die Wiese und wir richten uns wieder häuslich ein. Dann kommen Conny, Bernd und Franz und es gibt gleich einen kleinen Plausch. Und Bernd lädt uns zum Abendessen ein, wie kann es auch anders sein, zu einem richtigen argentinischem Asado.

29.07.2014
Nach dem Morgenkaffe fahren wir nach San Luis. Wir frischen unsere Vorräte auf und tanken. Danach geht es wieder zurück nach El Volcan. Wir checken das Fahrzeug, füllen unsere Wassertanks und relaxen danach. 

30.07.2014
Heute geht es los, Richtung Chile. Wir fahren nach Mendoza und vor dort Richtung Uspallata. Ca. 50km vor Uspallata finden wir einen Schlafplatz an einem Stausee. Es weht ein sehr starker Wind und auf den hohen Gipfeln kann man schon den ersten Schnee sehen.

-


31.07.2014
Wir fahren durch Uspallata, einem Wintersportort und wundern uns, dass dort Schlitten zum Mieten angeboten werden. Ausserhalb der Stadt auf der Strasse Richtung Grenze gibt es eine Polizeisperre. Man fragt uns wohin wir wollen und sagt uns dann, dass der Grenzübergang nach Chile wegen Schnee gesperrt ist. Bis Punta de Vacas darf man aber fahren. Also fahren wir bis Punta de Vacas. Dort gibt es wieder Strassensperre durch die Polizei. Wieder fragt man uns wohin wir wollen und wir sagen nach Puente del Inca. Die Frage ob wir Schneeketten haben bejahen wir, „sogar 4 Stück“ sage ich. Er lässt sich die Schneeketten zeigen und lässt uns dann weiterfahren. In Puente del Inca auf 2700m ist aber endgültig Schluss.
Das heisst, wir müssen uns auf ein sehr kalte Nacht hier einrichten. Puenta del Inca war ein Thermalbad, ist aber nicht mehr in Betrieb. Aber es ist eine „Touristenatraktion“. 

- -



Aber erst genehmigen wir uns eine Empanda und einen heissen Kaffe. Der Kaffe war zwar heiss, aber im Imbiss hatte es höchstens 10°C.

-


Es beginnt zu schneien und machen wir es uns im El Escudero bequem. Es klopft heftig an der Sheltertür. Eine junge Mama mit ihrem Sohn fragt ob wir „Ambulancia“ sind. Wir verneinen. Der Jüngling hat eine tiefe Schnittwunde in der Stirne. Sonja kann trotzdem helfen, mit der Bordapotheke versorgt sie fachmännisch die Wunde. Die folgende Nacht ist sternenklar und Ar…kalt. Am Morgen haben wir noch 4°C in unserm Fahrzeug.

-


Wir warten bis die ersten Fahrzeuge losfahren, schliessen uns denen an und fahren Richtung Grenze.


-


Die Einfahrt zum Grenztunnel liegt auf 3200m. Die Zollabfertigung liegt für Chile und Argentinien im selben Gebäude auf der chilenischen Seite des Tunnels. Wir gehen in das Gebäude und stellen uns am „Ausreiseschalter Argentinien“an. Nachdem wir an der Reihe sind, sagt uns die freundliche Dame, dieser Schalter ist nur für chilenische oder argentinische Bürger. Wir möchten doch bitte zum „Schalter 3“ im Nebenraum gehen. Gesagt getan. Am „Schalter 3“ bekommen wir den Ausreisestempel in unsere Pässe und den Ausreisestempel ins Zolldokument für das Fahrzeug. Somit sind wir und unsere Fahrzeug nicht mehr in Argentinien. Die ebenfalls sehr freundliche Dame schickt uns mit unseren Papieren zum „Schalter 2“. Dort gibt es die Stempel für die Einreise nach Chile. Der freundliche Herr am „Schalter 2“ schickt uns zum „Schalter 5“ wieder in den anderen Raum. Dort erfolgt die Einreise für unser Fahrzeug. Wir füllen ein Formular aus und geben es am „Schalter 5“ ab. Dort dauert es aber etwas länger da der Mitarbeiter mit dem Pinzgauer überfordert ist. Nachdem alles im Computer eingetragen ist, schickt uns der Mitarbeiter vom „Schalter 5“ wieder zum „Schalter 2“. Der Herr dort hat versäumt uns ein Formular mitzuschicken. Wir gehen zum „Schalter 2“ und holen uns das Formular. Wir füllen es aus und gehen wieder zum „Schalter 5“. Nun gibt es in beide Formulare ausreichend Stempel und der freundliche Herr gibt uns noch 2 Formulare für die Zolldeklaration. Diese füllen wir aus und gehen aus dem Gebäude raus. Dort nehmen uns ein Zöllner und ein Polizist in Empfang. Der Zöllner fragt noch ob wir verbotene Sachen wie z.B. Holz, Pflanzen, Fleisch, im Fahrzeug haben. Wir verneinen und begeben uns gemeinsam zum Fahrzeug. Als er den Pinzgauer sieht kommt ihm nur noch ein „ooh“ die Lippen. Er schaut ins Reserveradfach und in den Shelter, anschliessend noch in die Beifahrerseite und dann bekommen wir nochmals 4 Stempel. Er wünscht uns eine gute Fahrt und schickt uns zum Ausgang. Dort müssen wir noch die 1.Seite des Formulars abgeben und dann sind wir offiziell in Chile eingereist. Der Grenzübergang Libertadores ist der wichtigste Grenzübergang zwischen Chile und Argentinien. Da die Grenze wegen Schneefalls diesen einen Tag gesperrt war, gibt es auf der chilenischen Rampe zum Grenztunnel natürlich unheimlich viel Verkehr

-


Der Verkehr interessiert uns aber nicht, denn wir fahren direkt an die Küste. Wir kaufen unterwegs noch Fleisch, Obst und Gemüse und suchen uns einen Platz zum schlafen. In Pichicuy stehen wir auf einer Wiese hinter den Dünen und machen es uns gemütlich.

-


02.08.2014
Wir fahren weiter der Küste entlang Richtung Norden. Bei einem Abstecher in einer kleinen Bucht lernen wir Armando kennen. Er bestaunt natürlich den Pinzgauer und wir kommen ins Gespräch. Er erzählt uns, dass sein Vater heute seinen 90. Geburtstag feiert und es am Abend eine grosse Fiesta gibt. Es ist aber erst 14 Uhr und so lädt er uns in sein Haus auf einen Trink ein. Eine Flasche Whisky wird geöffnet und nach und nach kommen Armandos Tochter, 2 Enkel mit Frau und Urenkel und so gibt es eine rege Unterhaltung und wir erfahren viel über Chile und die Trinkgewohnheiten der Chilen


- - -


Und so kommt es, dass wir den Pinzgauer nicht mehr bewegen und gleich vor Ort schlafen gehen.


-


03.08.2014
In Tongoy geniessen bei der Happy Hour gleichzeitg auch Empanadas und lassen unser Fahrzeug von einem Privatwächter bewachen.


- -


Danach fahren wir noch ein paar Meter am Strand entlang und beschliessen dass wir hier 2 Tage relaxen

- - -


05.08.2014
Von Armando haben wir erfahren, dass der Strand bei Choros Bajos sehr schön sei und so fahren wir heute dort hin.
Kurz vor Choros Bajos möchte Sonja einige Kakteen fotografieren und so halten wir mitten auf der Strasse an.
Zu unserem Erstaunen gesellt sich ein Fuchs zu uns. Sonja kann es nicht lassen ihm ein "Hundeleckerli" zu geben.

- -

Am Strand machen wir uns es gemütlich, beobachten die Möwen und geniessen den Sonnenuntergang.

- - -

06.08.2014
Auf dem Rückweg vom Strand halten wir an der selben "Fuchsecke" wieder und siehe da, der Fuchs ist auch wieder da.
Auf dem Weg nach Copaiapo füllen wir noch unsere Gasflasche nach "südamerikanischer Methode" auf.

-


In Copiapo tanken wir voll und besorgen uns noch Lebensmittel für die nächsten 3 Tage.
Wir wollen über den "Paso San Francisco" wieder nach Argentinien einreisen.
Zwischen Copiapo und Fiambala gibt es auf "460 km" keine Einkaufsmöglichkeiten, weder für Benzin noch für Lebensmittel.
Da muss man schon vorsorgen, denn immerhin ist der "Paso San Francisco" genau 4726 m hoch.
Wir fahren noch ein paar Kilometer bis ausserhalb Copiapo und schlafen einfach neben der Strasse.

- -


07.08.2014
Wir fahren weiter in Richtung "Paso San Francisco. Auf chilenischer Seite des Passes
ist die Strecke bis auf wenige Kilometer reine Naturstrasse.
Wir bewundern die Ruinenstadt "Puquios" aus der Inkazeit und machen eine Pause auf einer grassbewachsenen Hochebene.

- - -


Wir fahren weiter und kommen immer höher. Bald sind wir bei 4300m und machen uns einen Kaffee.
Zur Akklimatisation bleiben wir ca. 2 Stunden. Die weitere Strecke in Richtung Chilenischer Zoll
geht wieder 500 Höhenmeter hinab. Dort bleiben wir für die Nacht, auf 3800m und ca. 10 km
vor dem chilenischem Zoll. Wir feuern noch unseren Grill an, legen die Steaks auf und verbrauchen unsere chilenischen Essenvorräte.


- -


In Sichtweite des Zolls und des Salars Maricunga stellen wir uns auf ein sehr kalte Nacht ein.



- - -
- - -


08.08.2014
Nach einer lausig kalten Nacht, bei geschätzten minus 15°C im Freien, trinken wir unseren Morgenkaffee
bei angenehmen plus 4°C im Pinz. Die aufgehende Sonne wärmt uns bald auf und wir fahren gegen 9.30 Uhr zum Zoll.

-

Der Beamte sagt er kann uns im Moment noch nicht abfertigen. Die Argentinier auf der anderen Seite des Passes streiken und
er weiss nicht wie lange. Er sagt, dass er jetzt Kaffeetrinken geht und in 30 min sieht man weiter.
So machen wir uns auch noch eine Kaffe und harren der Dinge die da kommen werden, oder auch nicht.
Ein Argentinier der mit uns wartet, telefoniert nach Argentinien und berichtet dass am argentinischem Zoll wieder alles normal
läuft und holt den chilenischen Zollbeamten. Dieser vergewissert sich dass die Aussage des Argentiniers stimmt und so können
wir mit den Zollformalitäten beginnen. Nach einer weiteren halben Stunde ist alles erledigt und wir fahren weiter Richtung Argentinien.
Bis zur eigentlichen Grenze sind es noch ca. 110 km und von dort noch ca. 20 km bis zum Argentinischem Zoll.
Unterwegs bestaunen wir noch den "Nevado Ojos del Salado", mit 6879m der höchste Vulcan der Erde (links im Bild).


-


Nach einer scharfen Kurve sehen wir auf einmal das unglaublich, intensiv leuchtende türkisfarbene Wasser der Laguna Verde.


- -


Wir bestaunen die Baños mit ihrem warmen Wasser und die Infrastuktur. Leider bläst aber ein eiskalter Wind über die Lagune
und wir verzichten auf das warme Bad.


- -


Die Lagune liegt auf 4300m und so haben wir nur noch ca. 400 Höhenmeter bis zum "Paso San Francisco", dem
höchsten Punkt unserer diesjährigen Reisen.


-


Waren die 275km von Copiapo bis zur argentinischen Grenze am "Paso San Francisco" bis auf ein paar wenige Kilometer alles Piste,
so gibt es in Argentinien ab dem "Paso San Francisco" bis Fiambal Asphalt vom Feinsten.
Die Einreise bei der Zollstelle auf 4000m, ca. 20 km nach dem Pass, ist in 30 min erledigt und der Beamte heisst uns recht herzlich Willkommen in Argentinien.


- -


Wir fahren nochmals ca. 100km und finden unseren Übernachtungsplatz bei einem verlassenen Rifugio oder einer Inkaruine, wer kann das wissen.



- - -


Hasta luego


Hier geht es zum 6. Reisebericht